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Besuchen Sie jetzt die neue Sonderausstellung Alles Arbeit! Foto: Klaus Pichler/hdgö, cc by-nc 4.0

Februar im hdgö: Geschichte gemeinsam entdecken

Das 80. Gedenkjahr zum Ende des Zweiten Weltkriegs und den Anfängen der Zweiten Republik ist zwar vorüber, doch die Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Nationalsozialist*innen in Österreich und die folgende (fehlende) Erinnerungskultur bleibt hochaktuell. Erst auf halber Strecke – vor 40 Jahren – wurden jene Stimmen, die sich gegen den Opfermythos und für einen reflektierten Umgang mit NS-Kontinuitäten laut gemacht haben, wahrgenommen. Seit der breiten Resonanz zur öffentlichen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit des damaligen Bundespräsidentschaftskandidaten Kurt Waldheim 1986 hat sich der öffentliche Diskurs über (Mit-)Verantwortung nachhaltig verändert. Im Februar blicken wir auf diese Zäsur in einer hochkarätig besetzten Runde zurück.

Das Haus der Geschichte Österreich versteht sich als Ort, an dem gemeinsam diskutiert werden kann – und wird als solcher intensiv genutzt: Ein Besucher*innenplus von 18 Prozent auf mehr als 93.000 Menschen vergangenen Jahr zeigt das große Interesse an Debatten, Einordnung und Austausch, die das Museum bietet.

In der neuen Sonderausstellung Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950–1966 stehen Arbeitsbegriffe, Geschlechterverhältnisse und die Rolle von Bildern im Mittelpunkt. Gezeigt wird die mediale Darstellung von Frauen in der Nachkriegs-Steiermark – und macht zugleich sichtbar, was bis heute selten gezeigt und besprochen wird.
Mit vielfältigem Programm und Kooperationen lädt das Museum dazu ein, Geschichte mit Blick auf die Gegenwart zu befragen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihre Monika Sommer und das Team des hdgö

 
 
1986 – 2026: Vierzig Jahre Waldheim-Debatte
Lange dominierten Verdrängung, Opfermythos und Kontinuitäten den öffentlichen Umgang mit der österreichischen NS-Vergangenheit. Zwar gab es früh kritische Stimmen, doch erst der Bundespräsidentschaftswahlkampf 1986 markierte einen breiten gesellschaftlichen Bruch. Am 18. Februar um 18.30 Uhr diskutieren Ferdinand Lacina, Peter Huemer und Erika Thurner bei Vor/nach Waldheim. Umbrüche der Erinnerung über diese Zäsur und ihre oft übersehene Vorgeschichte. Begleitend wird eine neue Online-Ressource zu österreichischen Akteur*innen des Nationalsozialismus vorgestellt. Vertiefend dazu widmet sich eine neue Fokusführung dem Opfermythos am 19. Februar um 18.15 Uhr bei freiem Eintritt am Donnerstagabend.
 
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Alles Arbeit – Frauen, Bilder, Ungleichheiten
Ausgehend vom Fotoarchiv einer Grazer Presseagentur beleuchtet die neue Sonderausstellung Alles Arbeit die mediale Darstellung arbeitender Frauen in der Steiermark der 1950er- und 1960er-Jahre. Die Ausstellung macht deutlich, dass aktuelle Begriffe wie Gender Pay Gap, Teilzeitfalle oder Pflegenotstand auf historisch gewachsene Ungleichheiten zurückgehen. Die kostenlose Kurzführungen Zeitgeschichte kompakt finden am 1. Februar um 14 Uhr, 6. Februar um 16 Uhr und 28. Februar um 15 Uhr statt. Vertiefend geht es am 26. Februar um 18.15 Uhr bei freiem Eintritt durch die Ausstellung. Die Kombi-Führung mit dem Dom Museum Wien startet am 22. Februar um 14 Uhr eben dort. Die Kooperation ermöglicht auch ermäßigte Tickets.
 
Zum Programm!
 
 
 
Rätselhafte Ferien
Auf Entdeckungsreise geht es für junge Zeitreisende ab 8 Jahren bei der Quiz-Reise durch die Zeit. Mit einem Rätselheft erkunden Kinder individuell, kostenlos und ohne Anmeldung die Hauptausstellung. Wer das Lösungswort findet, darf sich über eine kleine Überraschung freuen. Das Programm läuft bis 8. Februar als Teil des WIENXTRA-Ferienspiels. Erwachsene Begleitpersonen zahlen mit dem Ferienspielpass nur 6 Euro Eintritt. Einfach vorbei-
kommen, mitmachen und gemeinsam Geschichte erleben!
 
Ferien im hdgö
 
 
 
Valentinstag im hdgö – Liebesg‘schichten und Datingsachen
Am 14. Februar steht das hdgö ganz im Zeichen von Liebesgeschichten und schicksalhaften Begegnungen. Die Kurzführung Zeitgeschichte kompakt: Liebesgeschichten startet um 15 Uhr und eröffnet neue Perspektiven auf Objekte und Beziehungen der letzten 100 Jahre. Wer es entspannter mag, erkundet das Museum beim Date im Museum auf eigene Faust: Begleithefte und Gesprächsimpulse führen Besucher*innen zu ausgewählten Stationen und laden zum Austausch ein.
 
Auf ein Date!
 
 
 
Wir werden beforscht!
Am Mittwoch, 25. Februar 2026, von 14 bis 18.30 Uhr findet in der VHS Favoriten die Tagung Historische Museen in der Migrationsgesellschaft: Zugänge und Angebote für Deutschlernende statt. Sie bildet den Abschluss eines Forschungsprojekts zur kulturellen Teilhabe von Deutschlernenden in historischen Museen.  Zentraler Gegenstand des Forschungsprojekts war der Workshop „Was ist Österreich für dich?“ des hdgö. Um 15.45 Uhr geben Louise Beckershaus und Antonia Plessing vom Vermittlungsteam des hdgö Einblicke in Entstehung, Konzipierung und Erfahrungen des Workshops. Die Tagung präsentiert die Forschungsergebnisse, diskutiert Zugänge und lädt zum Austausch über innovative Vermittlungsformen für Deutschlernende in der Museumspraxis ein. 
 
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Highlights im Museum
Ein besonderes Vermittlungsprogramm erwartet Sie im Februar im hdgö: Errungenschaften und dem Ringen um Rechte widmen sich die Fokusführung Selbst bestimmt?! Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in Österreich seit 1918 am 5. Februar um 18.15 und die kostenlose Kurzführung Zeitgeschichte kompakt: Feministische Kämpfe am 21. Februar um 15 Uhr. Auch Zeitgeschichte kompakt: Antisemitismus und Rassismus am 8. Februar um 14 Uhr behandeltsich historische und gegenwärtige Formen von Diskriminierung. Für einen umfassenden Überblick über das Museum legen wir Ihnen unsere Überblicksführung: Österreich seit 1918 ans Herz. Jeden Sonntag um 15 Uhr haben Sie hier die Gelegenheit, die hdgö-Hauptausstellung ausgiebig kennenzulernen und Ihre Fragen direkt an das Vermittlungsteam zu richten.
 
Ein Blick in den Kalender
 
 
 
Öffnungszeiten und Preise
Wir haben das Museum regulär von Dienstag bis Sonntag zwischen 10-18 Uhr, donnerstags von 10-20 Uhr für Sie geöffnet. Am 20. Februar schließt das Museum aufgrund eine Platzsperre bereits um 16 Uhr. Lesen Sie hier alles Details zu Öffnungszeiten und Preisen nach. Am Donnerstagabend ist der Eintritt ab 18 Uhr frei!
 
 
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