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Was uns bewegt: Der April im hdgö
Was ist Österreich? Die Republik hat und hatte viele Identitäten: Land der Musik. Kultur- und Skination. Erstes „Opfer" des Nationalsozialismus. Unser Programm im April stellt diese Identitäten in Vorbereitung auf den Eurovision Song Contest zur Diskussion - denn der ESC ist nicht nur ein Großevent, sondern auch Bühne für zeithistorisches Geschehen. Er verhandelt Fragen von Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Wandel, wie wir in unserer neuen Objektpräsentation Unstoppable! Eurovision Song Contest Highlights im Museum zeigen.
Einem anderen musikalischen Österreich-Narrativ widmet sich Musikhistorikerin Cornelia Szabó-Knotik in der Expertinnenführung Klingendes Österreich am 15. April um 16 Uhr: dem Selbstverständnis des Musiklands, seit der Ersten Republik gepflegt und konstruiert. Die kostenlose Kurzführung Zeitgeschichte kompakt: Literatur richtet den Blick auf Vergangenheit und Gegenwart der Kulturnation.
Am 28. April um 18:30 Uhr eröffnet die Vitrine NS-Aktivistin im Verborgenen zur Tirolerin Paula Lang, die früh überzeugt und aktiv am Aufbau des NS-Systems beteiligt war. Ihr Nachlass bietet Perspektiven auf weibliches Engagement für den Nationalsozialismus. Spätestens 1986, mit der Kandidatur von Kurt Waldheim, wurden die Risse im Selbstbild der Zweiten Republik sichtbar. Die Fokusführung Opfermythos am 23. April sowie Kurzführungen am 5. April um 14 Uhr und am 10. April um 16 Uhr gehen der Frage nach, wie die Erzählung von der Opfer- statt Täter*innennation entstand und warum sie bis heute nachwirkt.
In der Hauptausstellung zeigt der Bereich „Das ist Österreich!?" mit nationalen Symbolen, Sport, Neutralität und Sound of Music, wie ein österreichisches Wir-Gefühl entstanden ist und wie Österreich wahrgenommen wird. Nationale Identität ist als Aushandlungsprozess ständig in Bewegung. Also: Was ist Österreich? Spannende Fragen, neue Perspektiven und Raum für Diskussion erwarten Sie im hdgö. Kommen Sie vorbei!
Ihre Monika Sommer und das Team des hdgö |
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Osterferienspiel: Deine Stimme, deine Bühne!
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Im Rahmen des Osterferienspiels von WienXtra lädt das hdgö junge Besucher*innen ein, eine eigene Song-Contest-Bühne auf einer Postkarte zu gestalten. Inspiration dafür geben die Song-Contest-Objekte in der Hauptausstellung Neue Zeiten: Österreich seit 1918. Was wäre dir wichtig, auf der Bühne zu sagen oder zu singen? Für Kinder von 7 bis 14 Jahren in Begleitung von erwachsenen Personen. Die Teilnahme an der Bastelstation ist kostenlos.
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Eingestickt!
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Durch den Fund eines Fotos ihrer Großcousine Elfi Schlager, die gemeinsam mit 66 weiteren Menschen mit nur zehn Jahren in die Tötungsanstalt Hartheim gebracht und dort ermordet wurde, öffnete sich für Künstlerin Ulrike Wieser ein verdrängtes Kapitel ihrer Familiengeschichte. Recherchen führten zu einer künstlerischen Installation aus bestickten Fotografien, zu sehen in der Ausstellung Eingestickt. Zur Erinnerung an 67 Menschen, die 1940 in Hartheim ermordet wurden. Im Rahmen eines Stick-Workshops mit Ulrike Wieser sind die Teilnehmer*innen am 9. April um 17:30 Uhr eingeladen, ihre eigenen Fotos mitzunehmen, zu besticken und sich ganz persönlich zu erinnern. Eine Reservierung ist erforderlich.
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Klingendes Österreich
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Arnold Schönberg, Falco, Conchita Wurst: Sie alle prägten das „Musikland“ Österreich. Musikhistorikerin Cornelia Szabó-Knotik lädt am 15. April um 16 Uhr in die Hauptausstellung Neue Zeiten: Österreich seit 1918 und zeichnet an ausgewählten Stationen die Geschichte Österreichs als Land der Musik nach. Die Führung macht sichtbar, welche Funktionen diese Zuschreibungen im Laufe der Geschichte erfüllten und welche Rolle sie bis heute in der kulturellen Identität Österreichs spielen.
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NS-Aktivistin im Verborgenen
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Bis heute ist das öffentliche Bild des Nationalsozialismus von einem Führerkult und Männlichkeit geprägt. Dabei wird ausgeblendet, wie Frauen sich für den Aufbau und Erhalt des NS-Systems einsetzten – etwa zur Vorbereitung der NS-Machtübernahme in Österreich 1938. Am 28. April um 18 Uhr lädt das hdgö zur Eröffnung mit Impulsvortrag und Diskussion der neuen Vitrinen-Präsentation NS-Aktivistin im Verborgenen, die anhand des Nachlasses der Tirolerin Paula Lang zeigt, wie sich die NS-Aktivistin von 1933 bis 1938 für das NS-System betätigte.
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Song Contest und Zeitgeschichte
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Wie passt der Song Contest ins hdgö? Ganz einfach: Unterhaltung ist immer auch Spiegel ihrer Zeit. Mit einem Blick in die Vergangenheit des Song Contest lässt sich Zeitgeschichte aus ungewohnten und unterhaltsamen Blickwinkeln betrachten. Anhand ausgewählter Objekte in der Hauptausstellung Neue Zeiten: Österreich seit 1918 sowie der Objektpräsentation Unstoppable! Eurovision Song Contest Highlights im Museum führt Kurator Florian Wagner am 30. April um 18:15 Uhr durch die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit einer Eintrittskarte aus dem hdgö ist der Eintritt in die Ausstellung United by Queerness im QWIEN ermäßigt – und umgekehrt. Gültig von 25. März bis 24. Mai 2026.
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Öffnungszeiten und Preise
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Das Museum hat regulär von Dienstag bis Sonntag von 10-18 Uhr, donnerstags von 10-20 Uhr für Sie geöffnet. Während der Osterferien ist das hdgö an den Montagen (30. März und 6. April 2026) von 10-18 Uhr geöffnet. Am Donnerstag, den 24. April schließt das hdgö bereits um 13 Uhr. Lesen Sie hier alle Details zu Öffnungszeiten und Preisen nach. Am Donnerstagabend ist der Eintritt ab 18 Uhr frei!
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© Haus der Geschichte Österreich
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